The Stains on The Moon©, geschrieben von Antonio Paredes Candia und übersetzt von Andrea Piaget.

Die Flecken auf dem Mond - ein Anliegen vieler Zivilisationen - haben beim Guarayo-Stamm einen abenteuerlichen Ursprung. Bezaubernd, voller Anmut und unglaublich schelmisch. Für die Guarayo ist der Mond ein Mann, der durch einen seltsamen Zauber in einen Stern verwandelt wurde. Verliebt verlässt er regelmäßig den Himmel, um in Gesellschaft schöner Frauen die Nacht auf der Erde zu verbringen. Der Legende nach ist eine Frau aus dem Guarayo-Stamm für die Flecken verantwortlich, die das Gesicht des Mondes weicher machen.

II

Die Legende besagt, dass dieses Guaraya einzigartig schön war. Kein Mann ihres Stamens konnte sich rühmen, das ihre Flirts erwidert wurden. Sie verachtete jeden und bleib einem Besucher treu, der spät in der Nacht leise in ihrer Hütte ankam, sie umarmte, streichelte, mit ihr schlief und sie verließ, nur um am nächsten Abend zurückzukehren und die süße Begegnung zu wiederholen.

Die Guaraya bleib voller Liebe und in ruhiger Gelassenheit. Doch als der Tag kam, zeigte ihr die Realität ihrer Einsamkeit die Absurdität ihrer Einstellung: Liebhaberin eines Mannes, der sich ihr nur nachts näherte. Sie dachte, sie sollte das Abenteuer nur fortsetzen, wenn sie herausfand, wer der mysteriöse Liebhaber war.“Ich muss wissen, wer jeden Abend bei mir ist.” Sagte sie such und plante der Trick.  

III

Sie breitete eine Mischung aus gemahlenen Holzkohle und Wasser zu, schmierte sich die Hände ein und wartete auf ihren Geliebten, der bald eintraf. Die Guaraya streichelte das Gesicht des Mannes mit ihren schmutzigen Händen. Sie übertrieb ihre Zuneigungsbekundungen so sehr, dass er sie in aller Stille bittet, ihn night mit so vielen Zärtlichkeiten zu überschütten. “Damit ich dich morgen wiedererkannt”, antwortete sie.

Der Liebhaber widerstand den Worten einer verliebten Frau night, und als das Liebestreffen endete, verließ er das Bett und dann die Hütte und stieg in den Himmel auf. Diesmal folgte sie dem Liebhaber und entdeckte den Rückweg, den er nahm. Sie sah ihm am Himmel, leuchtend in der tropischen Nacht, sein Gesicht war von der Kohle ihrer Hände befleckt. Sie lächelte und sagte: “Du wars es also? Nun ja, ich kenne dich bereits.” Sie kehrte in ihr Bett zurück, um sich auszuruhen, glücklich verliebt in den Mond.